Die sensationelle Härtung des Stahls aus dem Rennofen.

Ein Stahl, der im Rennofen hergestellt wurde zeigt nach seiner Härtung sensationelle Bilder aus unterschiedlichen Zonen, Wolken und Übergängen. Die entstehende Härtung kann gesteuert werden, die Härtbarkeit ist jedoch begrenzt.

Neu geschmiedete Klingen, Ende 2025.

Wenn man direkt aus Eisenerzen arbeitet hat einige Auflagen welche erfüllt sein müssen um eine gute Stahlqualität zu erreichen.  Aus dem Eisenerz muss im Rennofen ein brauchbarer Rohstahl hergestellt werden, der geschmiedet und verarbeitet werden kann. Der Eisenschwamm ist lediglich ein Rohstahl, der in diesem Zustand nicht zu gebrauchen ist. Er ist verunreinigt und das reduzierte Eisenerz hat sich Stück um Stück abgesetzt, seine Struktur gleicht dem eines Sandhaufens. Erst durch wirklich sehr viel Schmiedearbeit entstehen langgezogene Phasen, die dem Stahl Festigkeit geben. Die Steigerung der Qualität ist für den erfahrenen Schmied bei seiner Schmiede-und Schweissarbeit deutlich spürbar. Dieses Wissen ist so alt wie die Stahlherstellung selbst.     

8-10 Faltungen ergeben bereits eine sehr gute Stahlqualität, die aus tausend oder tausenden Schichten besteht.. Die traditionellen japanischen Schwertschmiede falten ihren Stahl bis zu 13 Mal. Die weltweit hergestellten Stähle aus dem Rennofen weisen meist sehr feine Strukturen von tausenden von Schichten auf. Sollten der Rohstahl grössere Kohlenstoffunterschiede aufweisen, dann gleichen sich diese bei der Schmiedezeit aus. 

Bewusst erstellte Harte-und weiche Schichten findet man bei Rennofenstählen nicht. Viel mehr können Zeichnungen entstehen durch Verunreinigungen oder Anteile von porigen Stählen.