Eine Darstellung historischer Stähle, von V. Hollmann

500 grossformatige Seiten mit 1000 Bildern und Schemas, von V. Hollmann.

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Zum Buchinhalt:

Es werden zahlreiche Originale aus verschiedenen Jahrhunderten gezeigt. Im Mittelpunkt stehen die Schweissstähle, die weltweit verbreitetste historische Stahlsorte. Besonders spannend ist der Vergleich von europäischem Schweissstahl und japanischem.

Seit Beginn der Eisenzeit bis zur Entwicklung der heutigen, industriellen Stahlherstellung vergingen Jahrtausende. In dieser langen Zeitspanne wurde der Stahl in kleinen Mengen und reiner Handarbeit hergestellt. Praktisch keiner der historischen Stähle gleicht dem Anderen, man kann schier unendlich viele Variationen finden.

Will man die historische Stahlherstellung ergründen, muss man erst Fakten sammeln. Von den frühen Schmieden und ihrer Vorgehensweise bei der Stahlherstellung weiss man wenig aber was wir haben sind die Objekte, die sie geschaffen haben.

Eine kleine Auswahl der vielen untersuchten Artefakte. Mit einer Kunstpolitur versehen wurden ihre Schmiedetexturen  und Wärmebehandlungen nach Jahrhunderten erstmals wieder bis ins kleinste Detail ersichtlich und in einzigartigen Bildern festgehalten.
 

Durch die Kombination aus der Erfahrung in der Stahlherstellung aus Eisenerzen, der Weiterverarbeitung, metallurgischen Untersuchungen und der Kunstpolitur, konnte eine  neues Bild von historischen Stählen dargestellt werden, wie es bisher noch nie möglich war. Im Besonderen die Kunstpolitur von zahlreichen europäischen Artefakten, aus verschiedenen Jahrhunderten, zeigen erstmals in direktester Weise den Stahl, der über Jahrtausende hinweg in Europa hergestellt wurde. Dabei konnten vielen neue, überraschende und sensationellen Entdeckungen gemacht werden.Um den Stahl unserer Vorfahren verstehen zu können, ist es nötig die Stahlherstellung aus Eisenerzen, die Schmiedeabläufe, die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Problematik der Jahrtausende langen historischen Stahlherstellung zu kennen. Erst mit diesem grundsätzlichen Wissen ist es möglich in den alten Originalen realistisch „lesen“ und die Zusammenhänge erkennen zu können.

Gleichzeitig ist es mir ein wichtiges Anliegen die Jahrzehnte lange Erfahrungen der Stahlherstellung aus Eisenerzen und Verarbeitung weiterzugeben, was mit diesem Buch erfüllt werden konnte. Dieses Buch wurde in der Hoffnung geschrieben, dass die historische Stahlherstellung  und damit die Wertschätzung gegenüber den genialen Lösungen der Schmiede des Altertum wieder aufleben und nie mehr in Vergessenheit geraten.

In der historischen Stahlherstellung gibt es bis heute viele offen Fragen. Ungeklärt ist zum Beispiel der Umstand, dass in Europa über zwei Jahrtausende hinweg viele Schwerter nicht gehärtet wurden. Entsprechend müssten unsere Vorfahren mit langen, dünnen Klingen gekämpft haben, die weicher als Kupfer sind. Viele der allgemein durchgeführten Untersuchungen an antiken Schwertklingen enden mit der Feststellung, dass sie zu weich und im Kampf nicht zu gebrauchen sind.

Waren unsere Vorfahren wirklich so unfähig, sind sie mit Schwertern in den Krieg gezogen, die nicht einmal einen leichten Schlag wiederstehen konnten? Die Antwort wird nun erstmals gegeben, die nicht gehärteten Schwerter waren kampftauglich, wir haben nur bis heute die geniale Lösung der vergangenen Zeit nicht entdeckt. In diesem Buch werden erstmals bisher unbekannte Schmiedetechniken aufgezeigt, mit der die Schmiede über Jahrhunderte hinweg dem Schwertstahl seine Zähigkeit gegeben haben, um in den erbitternden Kämpfen bestehen können.

Eine weitere Entdeckung welches erstmals in diesem Buch veröffentlicht wird, ist die Darstellung der sei über 400 Jahren verlorengegangene Herstellungstechnik der alten, japanischen Samuraischwerter. Mit der Ankunft der ersten Europäer um 1543 wurde in Japan die europäische Stahlherstellung im Rennofen eingeführt. Das bis dahin spezielle, japanische Stahlherstellungsverfahren ging in der Folge verloren und konnte bis heute nicht mehr nachvollzogen werden. In diesem Buch wird der verloren gegangene Herstellungsablauf in der Praxis, im Detail aufgezeigt. Auch hier hoffe ich, dass dies Kunst wieder auflebt und nie wieder in Vergessenheit gerät.

Einführend wird das Wesen und Vorkommen des Eisens aufgezeigt. Die technische Entwicklung, die Hilfsmittel und Installationen, mit denen das Eisenerz zu Stahl gewandelt werden kann. Die Basis der Herstellung und Verarbeitung.

Für das Handwerk wird die Stahlherstellung in der Praxis und die Aufbereitung des Rohstahls aufgezeigt. Verschiedene Möglichkeiten werden behandelt und auf die Probleme hingewiesen. 

Besonders wichtig sind auch die Wärmebehandlungen, die bei Stahl möglich sind. Sie werden einfach und verständlich erklärt und sämtliche, für die historische Stahlherstellung und Verarbeitung relevanten chemischen Vorgänge aufgezeigt. Die Auswirkungen der unterschiedlichen Prozesse werden in der Praxis, wie auch in den  untersuchten Artefakten gezeigt.

Die Erfahrungen bei der Weiterverarbeitung, vom formschmieden, schleifen bis hin zur Politur, werden für den Handwerker nachvollziehbar dargestellt. Verschiedene Schmiedeverfahren, wie die Verbundstahlherstellung, auch aus rostträgem Chromstahl, der Torsionsschmiedetechnik oder der Herstellung des orientalischen „Tiegelschmelzstahl mit Maserung“ werden ebenfalls abgehandelt.

Eine der wichtigsten Eigenschaften des Eisenwerkstoffs, ist seine Härtbarkeit. Dieser wichtigen Wärmebehandlung und den dafür notwendigen Voraussetzungen, wurde grosse Aufmerksamkeit gewidmet. Im Besonderen wird die Frage beantwortet, wie die Härtungen im Altertum aussahen. Anhand der untersuchten und mit einer Kunstpolitur ersichtlich gemachten Stähle der Originale wird dies absolut realistisch aufgezeigt. Grundlegend wird das Härten auch in der Praxis, mit allen Möglichkeiten und Problemen behandelt. Für das Handwerk sind zahlreiche Tipps und Tricks zusammengefasst.

Richtungsweisend für die Forschung in der Praxis waren die vielen Untersuchungen der originalen Artefakte, die über Jahrzehnte hinweg ersichtlich gemacht wurden, um realistische Fakten zu erhalten. Die hervorgebrachten Schmiedetexturen und Wärmebehandlungen sind in eindrücklichen Bildern festgehalten und werden für den Leser erklärt. In der Praxis, im identischen Handwerk, werden die Hintergründe und Entstehung von dem aufgezeigt, was man in den Originalen sehen kann. Dieser direkte Vergleich ist eine bisher einzigartige Leistung und macht dieses Werk wissenschaftlich wertvoll.

Noch nie konnte die Arbeit unserer Vorfahren so direkt und unverfälscht, im Zusammenhang mit dem Handwerk gesehen werden, es ist eine einzigartige, noch nie erreichte Darstellung der historischen Stahlherstellung und Schmiedekunst. Dieses Buch ist die Zusammenfassung eines Lebenswerks in der Erforschung historischer Stähle.

Die erste Druckauflage, erschienen Dezember 2020, ist leider bereits bis auf wenige Exemplare vergriffen. Das grossformatige, 500 seitige Buch kostet 98.– Fr..

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