Auf Jahrhunderte der Kriege, der grossen Zeit der Samurai, kehrte in Japan um 1600 der Friede ein, der Hunderte Jahre überdauerte. Die Friedenszeit löste einen grossen Umbruch auf der Insel aus, der besonders auch das Stahlhandwerk betraf. Stahl wurden nun zentral in einem modernisierten Verfahren hergestellt, was auch die Waffenherstellung beinhaltete (SHINTO = modernes Schwert). Die alten Techniken (KOTO = altes Schwert) der Stahlherstellung gingen in Vergessenheit, bis heute. 

Der in der alten japanischen Koto- Schmiedetechnik hergestellte Stahl ist sehr speziell und unterscheidet sich teilweise sehr deutlich von allen anderen Stählen. Auch bei dieser alten Schmiedekunst gibt es enorm viele Varianten, um die Qualität, Eigenschaften und das Erscheinungsbild zu verändern. Es ist eine schwierigere Kunst als die Stahlherstellung im Rennofen, dafür gibt es mehr Möglichkeiten, um den Stahl zu beeinflussen. Die mechanischen Eigenschaften sind nicht identisch mit den heutigen traditionell hergestellten Stählen.

Koto Blade made directly from iron ore.
Etwa um 2001 von mir aus Eisenerzen in der Koto- Schmiedetechnik gefertigte Klinge. Höchste Stahlqualität.

Der erste japanische Schwertschmied, der heute wieder  in der verloren gegangenen KOTO-Technik Klingen herstellen kann, hat gute Chancen, den höchsten Titel zu erreichen als „lebendiger Nationalschatz“. 

Hintergründe der Koto- Schmiedetechnik

Um den japanischen Kotostahl und seine Hintergründe gibt es seit Jahrzehnten/Jahrhunderten Diskussionen und Spekulationen. In der Folge werden einige logische Fakten gelistet, die schnell und einfach mit der KI nachgeprüft werden können. Dadurch kann man sich einen Überblick über die Zusammenhänge verschaffen. Ein anderes Stahlherstellungsverfahren wurde immer dementiert. 

  • In der kriegerischen Zeit der japanischen Samurai bis ca. 1600 wurde vor allem mit dem Tachi und nicht mit dem Katana gekämpft.
  • Ab ca. 1600 gab es in Japan eine jahrhundertelange Friedenszeit. Die Stahlherstellung wurde modernisiert und zentralisiert.
  • Im Tatara-Reduktionsofen werden aus Eisenerz-Sand (Satetsu) Rohstahl (Tamahagane) für die Schwertschmiede hergestellt.
  • Im Tatara-Ofen ab ca. 1600 werden in einem Ofengang Tonnen von Tamahagane zentral für die Schmiede produziert. 
  • Bis ca. 1600 wurden sämtliche Stähle für die Waffen in kleinen Produktionen (Rennofen?) aus regionalem Eisenerz hergestellt.
  • Die Stähle vor ca. 1600 werden als Koto (altes Schwert) bezeichnet und die Epoche nach ca. 1600 als Shinto (modernes Schwert)
  • Diese Umstellung der Stahlherstellung ist für den Kenner im polierten Stahl sichtbar. Die Eisenwerkstoffe sind unterscheidbar.
  • Für Kenner ist das Schwert der Koto-Zeit absolut primär. Fast alle höchst bewerteten Samurai Schwerter sind aus der Koto-Zeit.
  • Die in der Koto-Technik hergestellten Schwerter sind Tachis und keine Katanas. Katanas kamen erst im Übergang zu Shinto auf.
  • Erfahrene Schwertpolierer können bei der Politur zwischen dem Stahl von Koto und Shinto unterscheiden. Div. Schleifverhalten. 
  • Die Kriegsschwerter vor 1600 wurden in kleinen Rennöfen, aus regionalen Erzen hergestellt. Kein Tatara-Ofen oder Tamahagane.

Über die Stähle sollte man die KI folgendes nachfragen:

  • Die Einzelnachweise      Manche japanische traditionelle Schwertschmiede stellen ihren Stahl selbst in Rennöfen her und verwenden kein Tamahagane.
  • Es kann und wird nicht unterschieden, ob ein traditionelles Schwert aus Tamahagane oder selbst verhüttetem Stahl besteht.
  • Am Objekt/Stahl kann man weder messen noch mit dem Auge bestimmen, in welchem Ofentyp der Stahl hergestellt wurde.  
  • Am fertigen Objekt/Stahl kann vielleicht, mit enormen Aufwand, festgestellt werden, welches Eisenerz verwendet wurde. Isotope.
  • Grundsätzlich kann man jegliches Eisenerz weltweit verhütten, der resultierende Stahl kann bei allen, in allem identisch sein.
  • Der bis heute im Tatara-Ofen verwendete Eisensand Satetsu ist weltweit nicht einzigartig. Es gibt weltweit gleichwertige Eisenerze. 
  • Es spielt im Ergebnis keine Rolle, ob ein Eisenerz in kurzer Zeit oder über längere Zeit hinweg zu Stahl reduziert wird. 
  • Die Grösse, Zahl der Düsen und die Form eines Rennofens sind variabel. Die Qualität des Stahl liegt primär im jeweiligen Können.
  • Man kann anhand des Stahls im Labor nicht nachweisen, in welchem Land er im Rennofen hergestellt wurde.
  • Auch mit enormem Aufwand im Labor ist es eher unwahrscheinlich, dass man das Alter eines Rennstahls definieren kann. 
  • Für einen Polierer sind internationale Rennstähle bei der Bearbeitung praktisch identisch. Er kann in der Schmelze hergestellte Stähle, zum Beispiel Industriestahl und Koto- Stahl, durch das differente Schleif-Polierverhalten unterscheiden.
  •  Der in Japan vor 1600 hergestellte Koto- Stahl ist nur in Japan zu finden. Es gibt weltweit in allen Jahrtausenden keinen weiteren Nachweis dieser speziellen Stahlsorte. 

Logisches Fazit:

Wenn man  alle diese einzelnen Zusammenhänge mit der KI geprüft hat, ist das Umfeld definiert und die Situation stellt sich so dar: Der weltweit verwendete grundsätzliche Prozess, ob im Rennofen oder Tatara- Ofen, ergibt immer die gleiche Sorte Rohstahl. Grosse Unterschiede können entstehen durch die anschliessend angewendeten Schmiedetechniken bei der Weiterverarbeitung. Über Jahrhunderte hinweg, bis 1600, haben tausende japanische Schmiede unzählige Blankwaffen hergestellt, die sich alle von den im Rennofen- Prozess weltweit hergestellten Stählen in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Grosse Meister können das Aussehen mit Rennstählen nachempfinden, die grundsätzlichen Eigenschaften der Stähle sind jedoch different, weil sie auf unterschiedliche Weise aus Eisenerzen hergestellt wurden. Die Einzelnachweise zeigen, dass beim Stahl aus dem Rennofen sämtliche Faktoren wie Erze, Grösse und Bauweise des Ofens und die Geschwindigkeit der Reduktion verändert werden können und trotzdem ein praktisch identischer Rohstahl entsteht, der eigentlich nicht unterschieden werden kann. Auch die Nationalität, das Umfeld oder das Jahrhundert, in dem der Stahl produziert wird, ist weitgehend sekundär. Einzig was das Eisenerz bis zum Stahl wirklich beeinflusst, sind die verwendeten physikalischen und chemischen Prozesse. Im Rennofen hergestellte Stähle sind sich alle grundsätzlich ähnlich. Der in Japan während der Koto-Zeit hergestellte Stahl unterscheidet sich markant von dieser Stahlsorte.   

Die heutigen japanischen Schwertschmiede arbeiten noch in dem historisch weltweit meist verwendeten System, indem Eisenerze mit Holzkohle in einem gemauerten Schacht unter hohen Temperaturen zu einem Eisenschwamm reduziert und verschweisst werden. Die eigentliche Arbeit der Schmiede beginnt damit, dass sie diesen Eisenschwamm  (jap. Tamahagane) durch Schmiede und Schweissarbeit aufbereiten und bis hin zur fertigen gehärteten Klinge weiterverarbeiten. Im geschichtlichen Zusammenhang ist es wahrscheinlich, dass diese Technik um 1600 n. Chr. unter europäischem Einfluss eingeführt (modernisiert) wurde. 

Bloomery furnace
Im Rennofen wird über der Schweisstemperatur das Eisenerz reduziert und und zu einem grösseren Eisenschwamm verschweisst.

Während der gesamten grossen Zeit der Samurai wurde der Stahl einiges schwieriger und aufwendiger hergestellt. Das Eisenerz wurde mit Holzkohle in festem Zustand zu Eisen reduziert. Aus jedem Steinchen Erz (Erz, = Eisen und Sauerstoff) wurde der Sauerstoff entfernt, zurück bleibt ein Schwämmchen aus Eisen. Das Korn aus Eisenerzen bleibt erhalten und wird nicht wie im Rennofen zu einer Luppe verschweisst. Jedes Korn hat eigene Eigenschaften, Eisenerze sind nicht homogen. Die Materialunterschiede der einzelnen Körner bleiben bis zur fertigen Klinge erhalten. Dieses spezielle Bild im Stahl kann man nicht in anderer Weise erstellen.

Iron Sand for Koto smithing.
Separierte, reduzierte Erzkörner nach Grösse sortiert.

Das reduzierte Eisenkorn wird anschliessend zu einem Block verschweisst, der mehrfach ausgeschmiedet und in sich gefaltet werden muss, um aus den Körnern verzahnende Flächen herzustellen, um grössere Festigkeit im Stahl zu erzeugen. Es entsteht ein spezieller Eisenwerkstoff, der sich von dem im Ofen reduzierten und verschweissten Eisenschwamm und vom modernen Industriestahl deutlich unterscheidet. Der Stahl hat nicht nur spezielle Eigenschaften, er unterscheidet sich auch sichtlich von anderen Stählen. Ein Experte kann ein altes Schwert (KOTO) anhand des Aussehens des Stahls von einem modernen Schwert (SHINTO und spätere) unterscheiden.

Koto blank
Die einzelnen Körner werden zu Barren verschweisst , die dann mehrfach ausgeschmiedet und gefaltet werden.

Der nebenstehende Ausschnitt zeigt eine von mir auf diese Weise hergestellte Klinge (vor ca. 25 Jahren), die von einem professionellen Polierer poliert wurde. Von hoch qualifizierten Experten in der Begutachtung japanischer Blankwaffen wurde die Schmiedetechnik damals eindeutig als Koto bestätigt. Diese Klinge von mir ist eine der ersten Kotoklingen, die nach 400 Jahren wieder geschmiedet wurden.

Koto Blade made directly from iron ore.

In der Koto- Technik geschmiedete Stähle weisen spezielle Eigenschaften auf, die grundsätzlich von den verwendeten Eisenerzen bestimmt werden. In diesen Stählen kommen Erscheinungen vor (Utsuri, Ji- Nie usw.), die man in dieser Weise nicht in anderen Stählen sehen kann. Im Bild ist eine solche Erscheinung gut zu sehen, die als Utsuri bezeichnet wird. Ein sich deutlich abzeichnender Bereich am Klingenrücken. 

Koto Blade made directly from iron ore.

Von der ersten Vermutung bis zur Beherrschung dieses seit 400 Jahren unbekannten Verfahrens habe ich etwa 10 Jahre Arbeit investieren müssen. Es ist ein sehr kompliziertes Stahlherstellungsverfahren, dass erstmals in meinem Buch beschrieben und veröffentlicht wurde. Die Geschichte ist extrem brisant, japanische Schwertschmiede suchen seit Jahrhunderten danach.   

Die fachliche Problematik

Obwohl das alles eigentlich ein enormer wissenschaftlicher Erfolg wäre, ist die Resonanz aus Fachkreisen (freundlich ausgedrückt) schlecht, und unterdessen befürchte ich, dass es noch schlimmer kommen wird. Ich bin der Meinung, dass diese Technik nach Japan gehört, weil es ein historisches Verfahren ist, welches nur in Japan verwendet wurde. Aus Rücksicht habe ich keine von diesen (meiner) Klingen verkauft und eher versucht, mein Wissen in Japan zu platzieren. Um die Jahrtausendwende haben wir einen Anwalt in Japan beauftragt, um das Wissen weiterzugeben, mit der im Bild gezeigten, eindeutigen Probe des Stahls. Keine Chance, er wurde total abgeblockt. Das Wort: „hinausgeworfen“ fiel.

Koto Blade made directly from iron ore.

Es wäre einfach, einen japanischen Schwertschmied zu finden, der mit diesem Können zum „lebenden Nationalschatz“ in Japan werden könnte. Man muss viel grösser denken, fair sein und allen Schmieden gleichsam die Möglichkeit für diese alten Techniken geben. Für die japanische Tradition sind die wahren Samuraischwerter viel zu wichtig, als dass man leichtfertig damit umgeht. Man muss den Nationalstolz und die hohen Werte berücksichtigen. Die Bemühungen der Japaner sind einzigartig.

Unterdessen ist mein Buch mit der gesamten Beschreibung und Anleitung für diese Technik bereits seit 2020 in grösserer Stückzahl im Umlauf. Trotzdem gab es bisher absolut keine Reaktion. In den deutschsprachigen Fachkreisen ist das alles seit langem bekannt und natürlich wird auch die enorme Wichtigkeit teilweise begriffen. Das Wissen ist bereits in Japan. Meine Vermutungen sind düster, ich kann aber nicht mehr tun, als zu informieren und zumindest versuchen meine wissenschaftliche Arbeit zu schützen. In der Hoffnung, dass meine Bedenken auch in Japan gehört werden, deren Fachkreise nichts von den hiesigen Zuständen wissen.  

Koto Blade made directly from iron ore.
Eine in der Kototechnik geschmiedete Klinge von mir, so poliert, dass die Strukturen deutlich hervortreten.

Meine Vorhersage was geschehen wird

Unsere Fachkreise für die historische europäische Stahlherstellung haben in den letzten Jahrzehnten total versagt. Enorme Summen an Steuergeldern wurden investiert, aber die wichtigsten und grundsätzlichsten Zusammenhänge konnten nicht erkannt werden, um überhaupt wissenschaftlich arbeiten zu können. Das ist alles dokumentiert. Erklärungen findet man in den Beiträgen auf YouTube, Kanal „Schwertschmiede“. Das Ganze ist eigentlich ein Skandal, den es zu vertuschen gilt. 

 Ein Teil meiner wissenschaftlichen Arbeit wurde bereits vor 25 Jahren verwendet, um sich damit in Japan einen Namen zu schaffen. Die Japaner sind weit weg und wissen eigentlich wenig über das, was hier passiert. Ein Archäologiestudent, totaler Japanfan, hat mich aufgrund meiner damaligen Publikationen in der NZZ (1997) mehrfach in meiner Schmiede besucht, auf der Suche nach einem Thema für seine spätere Doktorarbeit. Dass historisches europäisches Schmiedehandwerk identisch ist mit dem traditioneller japanischer Schmiede, war mir bereits seit langem bekannt und Teil meiner täglichen Arbeit. Damals hatte ich bereits Kisten voll mit unterschiedlichsten durch die Kunstpolitur untersuchten europäischen Rennstählen. Was heute erst langsam begriffen wird, war mir damals alles schon längst bekannt. Ich habe dem Studenten damals alles versucht zu erklären und auch die polierten und untersuchten Stähle gezeigt. Er hat überhaupt nichts begriffen und mich nur ausgelacht. Selbst als ich ihm gezeigt und erklärt habe, dass ich beim Härten dieses Stahls nur eine schmale Härtung erreichen kann, fand der Student das belustigend. Jahre später nach seinem Studium meldete er sich wieder. Er wolle das bei mir Gesehene für seine Dissertation organisieren und europäische Klingen in Japan von Experten polieren und untersuchen lassen. Er bat mich um Bilder von Torsionsstählen. Ich habe ihn damals unterstützt, weil ich bereits seit langem mit der Damaszenerstahl- Lobby grossen Ärger hatte. Meine Aussagen, dass das Verschweissen von Industriestahl in hart-weich Schichten historisch absoluter Blödsinn ist, fanden diese grossen Experten natürlich nicht besonders lustig. Weil ich genau  wusste, was man in Japan finden würde und eine Bestätigung meiner Aussagen sehr hilfreich sein würde, unterstützte ich den Studenten. Ausser zwei japanischen Zeitungsberichten mit einem Bild von ihm und Kopien eines Fernsehprogramms kam dann sehr lange Zeit nichts. Erst in einem Gespräch mit japanischen Kollegen wurde dann klar, was da eigentlich passiert ist. Es wurde mir erzählt, dass man in Japan die europäischen Klingen untersucht und festgestellt hat, dass der Stahl vergleichbar mit historischen japanischen Stählen ist. Ich antwortete, dass ich davon wisse und in gewisser Weise eigentlich der Initiator dieser Geschichte sei. Woraufhin ich dann korrigiert wurde, dass erstmals japanische Experten diese Zusammenhänge entdeckt hätten. Das Ganze sei der Verdienst eines deutschen Archäologiestudenten, der diese Untersuchung für seine Dissertation inszeniert hätte. Daraufhin habe ich im Internet eine Aussage des Studenten gefunden: er sei auf die Idee für diese Aktion gekommen, als er in einem Museum rostige Klingen gesehen hätte und sich gefragt hat, wie der Stahl darunter aussieht …  Eine schlimme Geschichte. Peinlich für unsere „Fachwelt“. Die Institutionen sind nicht gerade günstig für den Steuerzahler und mussten sich in ihrem Verantwortungsbereich von ausländischen Experten richtig übel belehren lassen. In Japan sind unsere Fachleute Witzfiguren, weil sie so etwas Wichtiges, Offensichtliches nicht verstanden haben. Unterdessen  sind 25 Jahre vergangen und erst jetzt wird bei uns ganz langsam verstanden, dass man eigentlich nichts über die frühesten 2000 Jahre historischer, europäischer Stahlgeschichte weiss. Stahl ist eines der wichtigsten Produkte der Menschheit, auch für uns.  

Drei Beispiele meiner in der Koto- Technik hergestellten Klingen. Zwischen 1998 und 2003 geschmiedet. Direkt aus reduziertem Eisenerzkorn.

Die Polituren sind nicht im gewohnten japanischen Finish. Für meine Klingen lasse ich das Make-up meist weg. Sie sähen sonst einiges prachtvoller aus.

Das Folgende wurde am 29.12.2025 geschrieben, in Unwissenheit jeglicher beschriebener Aktivitäten. Das ist Logik aus jahrzehntelanger Erfahrung in diesem Fachbereich und keine Paranoia. Wir werden sehen, meine Prognose lautet:

Man nimmt mein Buch mit der Anleitung für die Herstellung des Koto – Stahls, geht nach Japan und erwählt einen Schwertschmied, dem man eine Übersetzung gibt, um nach dieser Anleitung diesen Stahl herzustellen. Bei Erfolg wäre er einer der führenden japanischen Schwertschmiede. Weil es aber sehr schwierig ist benötigt man Jahre bis zu einem brauchbaren Resultat. Um sich als Experte einzubringen, filmt man sich über die Zeit hinweg (unterdessen 5 Jahre), dass man das Ganze wissenschaftlich beratend begleitet hat. Wie man so schön sagt: „Eine gute Show ist alles“. Publikumswirksam sind auch wissenschaftliche Gespräche mit Experten und das Einbeziehen von Laboren und Sammlungen. Natürlich dürfen Schwertkampfdemonstrationen nicht fehlen. Wissenschaftlich wurde die Arbeit bereits erledigt, man muss nur wichtig tun und sich dabei filmen. Wenn der Schmied es schafft (unsicher) und den Koto- Stahl wiederherstellen kann, wird es Auszeichnungen hageln und die internationale Presse wird sich um diese Story reissen. In Japanisch, Englisch, Deutsch und Französisch breit veröffentlicht, stehen dann Experten im Rampenlicht, ohne wissenschaftliche Leistung oder realistische Kompetenzen und die geleistete Wissenschaft über Jahre hinweg verschleppt haben, nur weil sie die Zeit brauchten, um sich selbst zu inszenieren. Mit meinem Wissen könnte ich vermutlich innerhalb einer Woche japanischen Schwertschmieden das alte Handwerk ermöglichen.

Fazit :

In Japan wird ein Schmied geehrt, der eigentlich nur durch Zufall in die Situation kam. Die gewissenhaften und hochqualifizierten, vorbildlichen japanischen Fachkreise und die Schmiede wären blossgestellt. Unsere Experten, die nur meine wissenschaftliche Arbeit in Japan platziert und zugeschaut haben, werden zu internationalen Experten, sogar für die japanischen Fachkreise. Die an der Inszenierung beteiligten Institutionen wären erstmals erfolgreich und bekämen noch mehr öffentliche Gelder. Der Fachbereich bleibt wissenschaftlich wieder für Jahrzehnte stehen, weil es eigentlich nur um Publizität geht, das Wesentliche aber fehlt. Mit einer internationalen, gut gemachten angeblichen Erfolgsdokumentation wäre es nicht mehr möglich, die enormen Missstände, welche bei uns seit Jahrzehnten im Bereich der historischen Stähle herrschen, aufzudecken. In die Wissenschaft für diesen Fachbereich wurden im deutschsprachigen Raum vermutlich weit über 100 Millionen Steuergelder investiert, die auf den Konten der Institutionen nachweislich ohne wissenschaftliche Gegenleistung verschwunden sind. Das Geld will man natürlich auch weiterhin bekommen. Der Steuerzahler darf nicht wissen, was ich weiss. Es wäre ihre Rettung, wenn sie einen Schmarotzer aus ihren Reihen mit meiner Wissenschaft gross herausbringen könnten. Einen „Trittbrettfahrer“, der selber noch nie etwas Wissenschaftliches geleistet hat und nur mit einigen Fachausdrücken und wichtig tun als „Experte“ veröffentlicht wird, für meine geleistete Arbeit. Dafür würde man sogar diese riesige Sensation noch weitere Jahre hinauszögern, nur um sich mit „fremden Federn zu schmücken“ und um den Ruhm für meine Wissenschaft einstreichen zu können. Für das, was ich problemlos in einer Woche weitergeben kann, würden die Jahre verblöden bei dem Versuch, meine Arbeit zu kopieren. Nur durch Skrupellosigkeit würde jemand, der eigentlich absolut nutzlos ist, an die Spitze dieses wichtigen historischen Fachbereichs gesetzt. Weit über mir.