Auf Jahrhunderte der Kriege, der grossen Zeit der Samurai, kehrte in Japan um 1600 der Friede ein, der Hunderte Jahre überdauerte. Die Friedenszeit löste einen grossen Umbruch auf der Insel aus, der besonders auch das Stahlhandwerk betraf. Stahl wurden nun zentral in einem modernisierten Verfahren hergestellt, was auch die Waffenherstellung beinhaltete (SHINTO = modernes Schwert). Die alten Techniken (KOTO = altes Schwert) der Stahlherstellung gingen in Vergessenheit, bis heute. 

Der erste japanische Schwertschmied, der heute wieder  in der verloren gegangenen KOTO-Technik Klingen herstellen kann, hat gute Chancen, den höchsten Titel zu erreichen als „lebendiger Nationalschatz“. 

Jedes Schwert hätte einen Verkaufswert von mehreren Zehntausend Euro. Wertsteigerung (+/-) mal zehn.

Die heutigen japanischen Schwertschmiede arbeiten noch in dem historisch weltweit meist verwendeten System, indem Eisenerze mit Holzkohle in einem gemauerten Schacht unter hohen Temperaturen zu einem Eisenschwamm reduziert und verschweisst werden. Die eigentliche Arbeit der Schmiede beginnt damit, dass sie diesen Eisenschwamm  (jap. Tamahagane) durch Schmiede und Schweissarbeit aufbereiten und bis hin zur fertigen gehärteten Klinge weiterverarbeiten. Im geschichtlichen Zusammenhang ist es wahrscheinlich, dass diese Technik um 1600 n. Chr. unter europäischem Einfluss eingeführt (modernisiert) wurde. 

Im Rennofen wird über der Schweisstemperatur das Eisenerz reduziert und und zu einem grösseren Eisenschwamm verschweisst.

Während der gesamten grossen Zeit der Samurai wurde der Stahl einiges schwieriger und aufwendiger hergestellt. Das Eisenerz wurde mit Holzkohle in festem Zustand zu Eisen reduziert. Aus jedem Steinchen Erz (Erz, = Eisen und Sauerstoff) wurde der Sauerstoff entfernt, zurück bleibt ein Schwämmchen aus Eisen. Das Korn aus Eisenerzen bleibt erhalten und wird nicht wie im Rennofen zu einer Luppe verschweisst. Jedes Korn hat eigene Eigenschaften, Eisenerze sind nicht homogen. Die Materialunterschiede der einzelnen Körner bleiben bis zur fertigen Klinge erhalten. Dieses spezielle Bild im Stahl kann man nicht in anderer Weise erstellen.

Separierte, reduzierte Erzkörner nach Grösse sortiert.

Das reduzierte Eisenkorn wird anschliessend zu einem Block verschweisst, der mehrfach ausgeschmiedet und in sich gefaltet werden muss, um aus den Körnern verzahnende Flächen herzustellen, um grössere Festigkeit im Stahl zu erzeugen. Es entsteht ein spezieller Eisenwerkstoff, der sich von dem im Ofen reduzierten und verschweissten Eisenschwamm und vom modernen Industriestahl deutlich unterscheidet. Der Stahl hat nicht nur spezielle Eigenschaften, er unterscheidet sich auch sichtlich von anderen Stählen. Ein Experte kann ein altes Schwert (KOTO) anhand des Aussehens des Stahls von einem modernen Schwert (SHINTO und spätere) unterscheiden.

Die einzelnen Körner werden zu Barren verschweisst , die dann mehrfach ausgeschmiedet und gefaltet werden.

Der nebenstehende Ausschnitt zeigt eine von mir auf diese Weise hergestellte Klinge (vor ca. 25 Jahren), die von einem professionellen Polierer poliert wurde. Von hoch qualifizierten Experten in der Begutachtung japanischer Blankwaffen wurde die Schmiedetechnik damals eindeutig als Koto bestätigt. Diese Klinge von mir ist eine der ersten Kotoklingen, die nach 400 Jahren wieder geschmiedet wurden.

In der Koto- Technik geschmiedete Stähle weisen spezielle Eigenschaften auf, die grundsätzlich von den verwendeten Eisenerzen bestimmt werden. In diesen Stählen kommen Erscheinungen vor (Utsuri, Ji- Nie usw.), die man in dieser Weise nicht in anderen Stählen sehen kann. Im Bild ist eine solche Erscheinung gut zu sehen, die als Utsuri bezeichnet wird. Ein sich deutlich abzeichnender Bereich am Klingenrücken. 

Von der ersten Vermutung bis zur Beherrschung dieses seit 400 Jahren unbekannten Verfahrens habe ich etwa 10 Jahre Arbeit investieren müssen. Es ist ein sehr kompliziertes Stahlherstellungsverfahren, dass erstmals in meinem Buch beschrieben und veröffentlicht wurde. Die Geschichte ist extrem brisant, japanische Schwertschmiede suchen seit Jahrhunderten danach.   

Die fachliche Problematik

Obwohl das alles eigentlich ein enormer wissenschaftlicher Erfolg wäre, ist die Resonanz aus Fachkreisen (freundlich ausgedrückt) absolut übel, und unterdessen befürchte ich, dass es noch schlimmer kommen wird. Ich bin der Meinung, dass diese Technik nach Japan gehört, weil es ein historisches Verfahren ist, welches nur in Japan verwendet wurde. Aus Rücksicht habe ich keine von diesen (meiner) Klingen verkauft und eher versucht, mein Wissen in Japan zu platzieren. Um die Jahrtausendwende haben wir einen Anwalt in Japan beauftragt, um das Wissen weiterzugeben, mit der im Bild gezeigten, eindeutigen Probe des Stahls. Keine Chance, er wurde total abgeblockt. Das Wort: „hinausgeworfen“ fiel.

Es wäre einfach, einen japanischen Schwertschmied zu finden, der mit diesem Können zum „lebenden Nationalschatz“ in Japan werden könnte. Man muss viel grösser denken, fair sein und allen Schmieden gleichsam die Möglichkeit für diese alten Techniken geben. Für die japanische Tradition sind die wahren Samuraischwerter viel zu wichtig, als dass man leichtfertig damit umgeht. Man muss den Nationalstolz und die hohen Werte berücksichtigen. Die Bemühungen der Japaner sind einzigartig.

Unterdessen ist mein Buch mit der gesamten Beschreibung und Anleitung für diese Technik bereits seit 5 Jahren in grösserer Stückzahl im Umlauf. Trotzdem gab es bisher absolut keine Reaktion. In den deutschsprachigen Fachkreisen ist das alles seit langem bekannt und natürlich wird auch die enorme Wichtigkeit teilweise begriffen. Das Wissen ist bereits in Japan, die Umstände deuten jedoch auf ein für den deutschsprachigen Raum normales, aber ehrenloses Verhalten hin. Meine Vermutungen sind düster, ich kann aber nicht mehr tun, als zu informieren und vor den Machenschaften zu warnen. In der Hoffnung, dass meine Bedenken auch in Japan gehört werden, deren Fachkreise nichts von den hiesigen Zuständen wissen.  

Eine in der Kototechnik geschmiedete Klinge von mir, so poliert, dass die Strukturen deutlich hervortreten.

Meine Vorhersage was geschehen wird

Unsere Fachkreise für die historische europäische Stahlherstellung haben in den letzten Jahrzehnten total versagt. Enorme Summen an Steuergeldern wurden investiert, aber die wichtigsten und grundsätzlichsten Zusammenhänge konnten nicht erkannt werden, um überhaupt wissenschaftlich arbeiten zu können. Das ist alles dokumentiert. Erklärungen findet man in den Beiträgen auf YouTube, Kanal „Schwertschmiede“. Das Ganze ist eigentlich ein Skandal, den es zu vertuschen gilt. 

 Man muss noch zufügen, dass ein Teil meiner wissenschaftlichen Arbeit bereits vor 25 Jahren verwendet wurde, um sich damit in Japan einen Namen zu schaffen. Die Japaner sind weit weg und wissen eigentlich wenig über das, was hier passiert. Der Trick ist primitiv einfach. Man nimmt die wissenschaftliche Arbeit von jemandem aus dem deutschsprachigen Raum und spielt das Ganze mit japanischen Experten nach. Das ist so passiert, die japanischen Fachkreise glauben bis heute, dass es japanische Experten waren, welche als erste die Verwandtschaft historischer europäischer und japanischer Stähle entdeckt haben. Der Untersuch wurde injiziert von einem deutschen Archäologiestudenten, der meine Ausführungen nicht verstand, aber meine Praxis, europäische Originale wie japanische zu polieren, mit japanischen Fachleuten nachvollzogen hat. Meine zuvor verspotteten Aussagen wurden von den japanischen Experten bestätigt, aber verschwiegen. Dieses Wissen hatte ich bereits 10 Jahre zuvor und es hat mir viel Ärger mit der Damaszenerstahl – Lobby eingebracht. Nach schlimmen Jahrzehnten verstehen unterdessen immer mehr Interessierte die Zusammenhänge, wodurch der Druck auf unsere Fachkreise steigt und man daher eine Lösung sucht, um sich trotzdem als fähig darzustellen. Primäres Ziel ist es, mich zu umgehen, sonst fliegt alles auf.

Drei Beispiele meiner in der Koto- Technik hergestellten Klingen. Zwischen 1998 und 2003 geschmiedet. Direkt aus reduziertem Eisenerzkorn.

Die Polituren sind nicht im gewohnten japanischen Finish. Für meine Klingen lasse ich das Make-up meist weg. Sie sähen sonst einiges prachtvoller aus.

Das Folgende wurde am 29.12.2025 geschrieben, in Unwissenheit jeglicher beschriebener Aktivitäten. Das ist Logik aus jahrzehntelanger Erfahrung in diesem Fachbereich und keine Paranoia. Wir werden sehen, meine Prognose lautet:

Man nimmt mein Buch mit der Anleitung für die Herstellung des Koto – Stahls, geht nach Japan und erwählt einen Schwertschmied, dem man eine Übersetzung gibt, um nach dieser Anleitung diesen Stahl herzustellen. Bei Erfolg wäre er einer der führenden japanischen Schwertschmiede. Weil es aber sehr schwierig ist benötigt man Jahre bis zu einem brauchbaren Resultat. Um sich als Experte einzubringen, filmt man sich über die Zeit hinweg (unterdessen 5 Jahre), dass man das Ganze wissenschaftlich beratend begleitet hat. Wie man so schön sagt: „Eine gute Show ist alles“. Publikumswirksam sind auch wissenschaftliche Gespräche mit Experten und das Einbeziehen von Laboren und Sammlungen. Natürlich dürfen Schwertkampfdemonstrationen nicht fehlen. Wissenschaftlich wurde die Arbeit bereits erledigt, man muss nur wichtig tun und sich dabei filmen. Wenn der Schmied es schafft (unsicher) und den Koto- Stahl wiederherstellen kann, wird es Auszeichnungen hageln und die internationale Presse wird sich um diese Story reissen. In Japanisch, Englisch, Deutsch und Französisch breit veröffentlicht, stehen dann Experten im Rampenlicht, ohne wissenschaftliche Leistung oder realistische Kompetenzen und die geleistete Wissenschaft über Jahre hinweg verschleppt haben, nur weil sie die Zeit brauchten, um sich selbst zu inszenieren. Mit meinem Wissen könnte ich vermutlich innerhalb einer Woche japanischen Schwertschmieden das alte Handwerk ermöglichen.

Fazit :

In Japan wird ein Schmied geehrt, der eigentlich nur durch Zufall in die Situation kam. Die gewissenhaften und hochqualifizierten, vorbildlichen japanischen Fachkreise und die Schmiede wären blossgestellt. Unsere Experten, die nur meine wissenschaftliche Arbeit in Japan platziert und zugeschaut haben, werden zu internationalen Experten, sogar für die japanischen Fachkreise. Die an der Inszenierung beteiligten Institutionen wären erstmals erfolgreich und bekämen noch mehr öffentliche Gelder. Der Fachbereich bleibt wissenschaftlich wieder für Jahrzehnte stehen, weil es eigentlich nur um Publizität geht, das Wesentliche aber fehlt. Mit einer internationalen, gut gemachten angeblichen Erfolgsdokumentation wäre es nicht mehr möglich, die enormen Missstände, welche bei uns seit Jahrzehnten im Bereich der historischen Stähle herrschen, aufzudecken. In die Wissenschaft für diesen Fachbereich wurden im deutschsprachigen Raum vermutlich weit über 100 Millionen Steuergelder investiert, die auf den Konten der Institutionen nachweislich ohne wissenschaftliche Gegenleistung verschwunden sind. Das Geld will man natürlich auch weiterhin bekommen. Der Steuerzahler darf nicht wissen, was ich weiss. Es wäre ihre Rettung, wenn sie einen Schmarotzer aus ihren Reihen mit meiner Wissenschaft gross herausbringen könnten. Einen „Trittbrettfahrer“, der selber noch nie etwas Wissenschaftliches geleistet hat und nur mit einigen Fachausdrücken und wichtig tun als „Experte“ veröffentlicht wird, für meine geleistete Arbeit. Dafür würde man sogar diese riesige Sensation noch weitere Jahre hinauszögern, nur um sich mit „fremden Federn zu schmücken“ und um den Ruhm für meine Wissenschaft einstreichen zu können. Für das, was ich problemlos in einer Woche weitergeben kann, würden die Jahre verblöden bei dem Versuch, meine Arbeit zu kopieren. Nur durch Skrupellosigkeit würde jemand, der eigentlich absolut nutzlos ist, an die Spitze dieses wichtigen historischen Fachbereichs gesetzt. Weit über mir.