www.schwertschmiede.ch von Volker Hollmann

Mein absoluter Rekord im Bereich der Härtelinien.

5 deutlich abgesetzte Zonen, wobei einzig die „1. Zone“ an der Schneide wirklich hart ist.                               Ein reines Experiment, in dieser Variante wird es kaum ein entsprechendes Original geben.    Bemerkenswert ist die abrupte Reaktion des Stahles beim härten, abhängig von der Materialdicke.

 

Bei dieser Klinge sieht man wie die Härtung im dickeren Bereich abbricht.

Auch wenn es für den Laien so aussieht, dies ist kein Damaszenerstahl.

Der dünne Bereich an der Schneide ist durchgehend hart und der dickere mittlere Teil ist nur weich.

Um diese Maserung so gut sichtbar zu machen, mussten alle Register der Polierkunst gezogen werden.

Die Kohlenstoffdifferenzen und Härteunterschiede der Schichten sind sehr gering.

 

 

Auch diese sehr alte keltische Klinge ist sehr dünn. Durch den erhaltenen Teil der Eisenscheide kann man Aussagen, dass diese Klinge heute noch fast ursprüngliche Masse aufweist.

 

Diese Klingen sind nicht ausgewählt weil sie speziell dünn sind.

Das ist bei europäischen Klingen die Normalität.

Selbst der Stahl der riesigen Zweihänder ist kaum dicker.

Wegen der geringen Durchhärtbarkeit, eben diesen 4mm, müssen diese Klingen sehr dünn sein.

Ist eine solche Klinge dicker, bleibt nach der Härtung weicher Stahl.

Dadurch ist die Federung stark gemindert, weil der weiche Stahl verbiegt und ein Zurückfedern verhindert.

 

Abmessung europäischer Schwerter

Europäisch Schwerter sind meist dünn und elastisch. Alle Jahrhunderte hindurch war die typische Schwertform gerade und zweischneidig. Durch die dünne, gerade, flexible Klinge kann ein Hieb und weniger ein stabiler Schnitt ausgeführt werden.

 

 

Dieselbe Klinge in Seitenansicht

Katzbalger

 

SEITE

Zurück zur Auswahl

1   2   3   4

Zwei Originale aus verschiedenen Jahrtausenden.

Beide weisen nur sehr geringe Materialunterschiede im Stahl auf.

Hart ist lediglich die Schneide, der Rücken ist durchgehend weich.

Weiche Stahlschichten in der Schneide würden die Gebrauchsqualitäten drastisch mindern.