www.schwertschmiede.ch von Volker Hollmann

Legierung Rennfeuerstahl

Die wichtigste Information über einen Stahl ist seine Zusammensetzung.

Sämtliche Eigenschaften des Stahls basieren auf diesen Beimengungen, Legierungen. 

Durch die tiefe Herstellungstemperatur des Rennfeuerstahls kann eine Vermischung mit Legierungselementen nicht stattfinden.

Die Holzkohle erlaubt eine max. Temperatur im Rennfeuer von 1400°C, benötigt würden zum schmelzen und legieren des Stahls aber mindestens 1600°C.

Sämtliche Rennfeuerstähle, weltweit sind deshalb absolut unlegiert.

Obwohl im Bereich der historischen Stahlherstellung hauptsächlich über Stahl diskutiert wird, hat keiner dieser „Experten“ gemerkt, dass man nur vom Rennfeuer geredet aber mit legiertem Industriestahl gearbeitet hat. Aus diesem Grund fand man es auch jahrzehntelang nicht anstössig, wenn man mit legiertem, fertigem Industriestahl, unsere 2800 Jahre alte Schmiedetradition nachvollzogen hat.

Man muss sich das mal vorstellen, die sind „Experten„ für historische Stähle und keiner hat sich mal die chemische Zusammensetzung angeschaut !!  Unglaublich !!

Normalerweise ist das Erste was man macht, sich die Zusammensetzung des Stahls anzuschauen, um zu wissen von welchem Stahl- typ dass man redet, welche Eigenschaften zu erwarten sind.

 

Einige Tabellen mit den Mittelwertanalysen von japanischen Raffinierstählen.

 

Aus:

Um den Rennfeuerstahl zu definieren und seine Eigenschaften aufzuzeigen, habe ich einige Beiträge von metallurgische Untersuchungen, europäischer und japanischer Raffinierstählen zusammengetragen .

Die folgenden Tabellen zeigen die Zusammensetzung von Raffinierstählen.

Wichtig sind die prozentualen Gehalte an Kohlenstoff (C), Mangan (Mn), Silizium (Si) und Nickel (Ni).

Der Kohlenstoff erzeugt Härte, die Legierungselemente Mn, Si und Nickel sind verantwortlich für die Tiefe der Härtung. (es gibt noch weitere)

Bei Legierungsanteilen unter 0,0% hat das Legierungselement keine Wirkung auf den Stahl.

Phosphor und Schwefel sind keine Legierungselemente und können auch bei niederen Temperaturen in den Stahl eindringen.

Ausser dem Kohlenstoff sind sämtliche Legierungselemente im 0,0… Bereich!!

Eine weitere Aufstellung von Mittelwertanalysen japanischer Schwerter.

 

Aus:

Mittelwertanalyse von japanischen Schwertstählen.

Ausser dem Kohlenstoff sind sämtliche Legierungselemente im 0,0… Bereich!!

Mittelwertanalyse von japanischen Schwertstählen.

Ausser dem Kohlenstoff sind sämtliche Legierungselemente im 0,0… Bereich!!

Mittelwertanalyse von japanischen Schwertstählen.

Ausser dem Kohlenstoff sind sämtliche Legierungselemente im 0,0… Bereich!!

Zusammenfassend:

Diese Aufstellung kann man noch endlos weiterführen.

Sämtliche japanische Rennfeuerstähle sind nur mit Kohlenstoff vermengt.

Legierungselemente wie Mangan und Silizium sind in geringsten Mengen vorhanden und haben keinen Einfluss auf die Eigenschaften des Raffinierstahlstahls.

Die Legierungselemente sind oft als Schlacke im Stahl enthalten und nicht im Stahl selbst.

Deshalb sind sehr alte Spektralanalysen falsch, weil man technisch nicht Stahl und Schlacke trennen konnte und die Werte aus der Schlacke in die Messung einbezogen hat.

Legierungselemente welche für die Durchhärtung von Stahl benötigt werden, sind eindeutig nicht im Rennfeuerstahl enthalten.

In der Diskussion auf „messerforum.net“http://www.messerforum.net/showthread.php?t=74787 kann jeder nachlesen, dass keiner in diesem Fachbereich weiss, dass Rennfeuerstähle total unlegiert sind.

Hat kein einziger gemerkt, es sind aber alles riesen Stahl-„Experten“.

Schauen Sie doch mal wie lange die in diesem Forum darüber diskutiert haben, ob historische Stähle legiert sind.

Kaum eine halbe Stunde und ich hatte sechs Spektralanalysen von historischen Stählen aus meiner kleinen Bibliothek und dem Internet, die alle klar aussagten, dass keinerlei Legierungselemente vorhanden sind.

Nachdem man wenigstens angenommen hatte, dass es sein könnte, das Rennfeuerstähle unlegiert sein könnten, waren sie mit der geringen Durchhärtung von unlegierten Stählen wieder total überfordert.

Lesen Sie dazu die Berichte über die Härtung von Rennfeuerstählen.

Mehr über Härtung von Stählen

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