www.schwertschmiede.ch von Volker Hollmann

Industrieverbundstahl

(Damaszenerstahl)

 

Bis vor etwa 30 Jahren verstand man unter dem Begriff „Damaszenerstahl“ das Nachschmieden des orientalischen Wooz (Tiegelstahl), mit harten und weichen Stahlschichten. (Verbundstahl)

Die historische Stahlherstellung aus Eisenerzen, welche man bei uns von

800 v. Ch.—1900 n. Ch. praktiziert hat, wurde meist als Schweissstahl bezeichnet und nie als Damaszenerstahl

Als vor etwa dreissig Jahren die ersten Bücher mit dem Titel „Damaszenerstahl“ auftauchten, kam es durch Inkompetenz zur verhängnisvollen Erweiterung des Begriffs „Damaszenerstahl“.

Die Stähle, welche seit 2800 Jahren aus Eisenerzen im Rennfeuer hergestellt wurden gelten seit dem als Damaszenerstahl.

 

Obwohl man korrekt von Eisenerzen und Rennfeuern als historische Stahlherstellung berichtete, hat niemand diesen Herstellungsablauf praktiziert.

Aus der Not heraus hat man es sich einfach gemacht und die historische, europäische  Stahlherstellung mit fertigem Industriestahl abgehandelt.

Offensichtlich blödsinnig, wie so vieles in diesem Fachbereich.

Die japanische Schwertschmiedetechnik wurde immer korrekt aus Eisenerzen erklärt.

Für die eigentlich mit der japanischen Schmiedetechnik identische, europäische Schmiedekunst, wurden einfach harte und weiche Industriestähle verwendet.

Bis heute gibt es kaum einen Europäer, der die reelle, historische Schmiedetradition aus Eisenerzen im Rennfeuer beherrscht.

Dass man bis heute noch, aus Industriestahl, keltische oder mittelalterliche Schmiedekunst praktizieren kann, verdanken wir der absoluten fachlichen Verantwortungslosigkeit und Dummheit, welche in diesem Fachbereich herrscht.

Die Herstellung von Verbundindustriestahl (Damaszenerstahl) ist sehr einfach und es gibt hunderte solcher Schmiede.

 

 

Messer

Kleine tordierte Klinge

„Sax“ , Klinge aus verschiedenen Torsionen zusammengesetzt

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Einige Bilder von Industrieverbundstahl

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Mittelalterliches Schwert

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